Little Data on Big Map (Operative Verbildlichung von lokal existierten Daten der linguistischen Feldforschung)

poster / demo / art installation
Authorship
  1. 1. Zakharia Pourtskhvanidze

    Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main (Goethe University of Frankfurt)

Work text
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Der Poster beschreibt den gegenwärtigen Stand des Projekts WALDI (World Atlas of Little Data Infrastructure), das am Institut für Empirische Sprachwissenschaft gemeinsam mit dem StudiumDigitale seit Mai 2015 realisiert wird.
Durch empirische Arbeit in der Sprachforschung entstehen verhältnismäßig kleine
Daten, die i. d. R. von einzelnen Forschern erhoben werden und für die aktuelle
Zwecke lokal (d. h. nicht-netzbasiert) abgespeichert. Die Verwendung von solchen
„Little Data“ ist durch eine konkrete Fragestellung und das Forschungsinteresse
beschränkt. Aus diesem Grund geraten sie nach dem Auslaufen einer Forschungsphase
schnell in Vergessenheit.
Das primäre Ziel des Projektes ist die Konstruktion eines webbasierten Tools, das den linguistischen Feldforschern erlaubt lokal abgespeicherte Sprachdaten auf einem digitalen Atlas abzubilden und die Existenz dieser Daten für die Nutzer des Atlasses bekanntzugeben.
Eine webbasierte Anwendung erlaubt die freie Nutzeranmeldung auf einer digitalen
Weltkarte (basierend auf Google Maps). Die Nutzer_innen editieren die Karte, indem
sie die elizitierten Daten der dokumentierten Sprache (kleine Sprachkorpora)
geographisch fixieren (pinnen) und den fixierten Pin mit einem TEI-ähnlichen Header
versehen. Das Pinnen geschieht anhand von GPS-Angaben, die durch einfache
Mauszeigerbewegungen generiert werden (man kann für viele Sprachen z. B. im Amazonas
oder kaukasischen Hochland keine Orte in Google Maps lokalisieren). Der Header
beinhaltet alle relevanten Sprachdateninformationen, die in folgende 5
Reiter-Kolumnen unterteilt sind: 1. Korpus Information (Autoren, Institutionen,
Release, Größe etc.); 2. Sprache (Status, Schrifttum, Typologie etc.); 3. Die Art
und der Aufarbeitungsstand der Daten (Transkription, Annotation etc.); 4. Erfasste
Texte (Art, Epoche, Genre etc.); 5. Zugänglichkeit und Kontakt.
Zur technischen Realisierung des Tools kommen die Elemente aus Google Maps, JavaScript, MySQL zum Einsatz.

Bibliographie

Bubenhofer, Noah (2014): Visual
Linguistics - Sprache sehen. http://www.visual-linguistics.net/ [letzter Zugriff 14. Februar
2016].

Dryer, Matthew S. / Haspelmath, Martin (2013): World Atlas of Language Structures Online (WALS).
Leipzig: Max Planck Institute for Evolutionary Anthropology http://wals.info/ [letzter Zugriff 14.
Februar 2016].

Krämer, Sybille (2009): „Operative Bildlichkeit. Von
der ‘Grammatologie’ zu einer ‘Diagrammatologie’? Reflexionen über
erkennendes Sehen“, in: Hessler, Martina / Mersch, Dieter (eds.): Logik des Bildlichen. Zur Kritik der ikonischen
Vernunft. Bielefeld: transcript 94-123.

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Conference Info

In review

DHd - 2016
"Modellierung - Vernetzung – Visualisierung: Die Digital Humanities als fächerübergreifendes Forschungsparadigma"

Hosted at Universität Leipzig

Leipzig, Germany

March 7, 2016 - March 11, 2016

160 works by 433 authors indexed

Conference website: http://dhd2016.de/

Contributors: Patrick Helling, Harald Lordick, R. Borges, & Scott Weingart.

Series: DHd (3)

Organizers: DHd